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People&Perfumes: Interview mit der Sängerin Larissa Dück

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Larissa Dück ist eine außergewöhnliche Sängerin, die aus Sibirien stammt und in ihrer Jugend in Barnaul zunächst an der dortigen Musikhochschule Bass-Balaleika und Akkordeon sowie Orchesterleitung und Klavier studierte. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland begann sie im Alter von 33 Jahren in Frankfurt a.M. mit einer Gesangsausbildung, die sich wirklich gelohnt hat, denn seit mehr als zehn Jahren ist Larissa Dück eine feste Größe in der Musikszene Hessens. Ihr großes Repertoire umfaßt sowohl russische Folklore als auch Operette, Musical und Klassik. In unzähligen Konzerten im Frankfurter Raum von Bad Nauheim über Marburg, von Friedberg über Bad Vilbel etc. hat Larissa Dück ihr großes Können und ihre Vielseitigkeit bereits bewiesen und begeistert ihr Publikum immer wieder mit ihrer warmen und facettenreichen, eindrucksvollen und unverwechselbaren Sopranstimme. Mit ihrem Mann, dem bekannten Akkordeonisten Vassily Dück, verbindet sie eine kongeniale Musikerpartnerschaft: Auftritte der beiden Künstler sind immer ein besonderes Vergnügen.

Larissa Dück wuchs in einem idyllischen Dorf in Sibirien auf, und so verwunderte es mich nicht, daß ihre ersten Dufterinnerungen mit der alten Heimat zu tun haben.

-Was sind Deine frühsten Dufterinnerungen?

– Als Kind auf jeden Fall der Duft von Tannen, von Nadelholzwäldchen… aber auch der Duft von Holzdekofiguren, die wir an unseren Weihnachtsbaum hängten. Das waren hangeschnitzte Deko-Figuren, die einen besonderen Geruch verströmten…

Parfum schenkten wir uns während meiner Kindheit und Jugend nicht, aber ich erinnere mich an das Maiglöckchen-Parfum, das meine Mutter benutzte, und natürlich an “Krasnaya Moskva”. Das hatten damals fast alle Frauen. Zudem besaß meine Oma Parfumöle, die nach Weihrauch rochen. Ich schlief mit ihr in einem Zimmer, wo sie einen kleinen Altar hatte, auf dem Kerzen brannten … und kleine Petroleumlämpchen… an den spezifischen Geruch erinnere ich mich bis heute. Und außerdem mag ich den Geruch von Wäschestärke – auch so eine Kindheitserinnerung.

- Wann hast Du zum ersten Mal ein Parfum geschenkt bekommen? 

– Da war ich 18, der Duft hieß “Tete-a-Tete”, den bekam ich von einem Verehrer. In der UdSSR waren Parfums echter Luxus, oft benutzen wir Deosprays, um uns ein bißchen zu beduften. Die waren nicht so teuer.

Wann kamst Du in Kontakt mit den ersten Parfums aus dem Westen? 

-Da war ich schon 25 und verheiratet. Mein Mann brachte mir von einer Konzertreise “Laura” von Laura Biagiotti mit. Diesen Duft benutzte ich dann sechs Jahre lang, er gefiel mir unheimlich gut.

-Was gefiel Dir so gut an “Laura”? Laurarosa

-“Laura” war so anders als die schweren russischen Parfums, so leicht und frisch. Und auch viel schöner als “Opium”, das erinnert mich an Petroleum und ist viel zu stark für mich. Ich bekomme davon Kopfschmerzen. “Charlie” von Revlon hatte ich auch mal. Gefiel mir aber auch nicht besonders. Zu scharf.

Hat sich Dein Geschmack geändert, als Du nach Deutschland kamst?

– In den ersten Jahren hier waren mein Mann und ich nur mit Aufbau beschäftigt. Wir haben ein Grundstück gekauft, ein Haus gebaut, wir hatten zwei kleine Kinder. Ich war ständig eingespannt und hatte überhaupt keine Zeit für mich selbst, kümmerte mich weder um Kosmetik noch Mode. Wenn ich nicht mit dem Hausbau oder meinen beiden Jungs zu tun hatte, ging ich in die Gesangstunde und feilte an meiner Technik und am Repertoire. Erst nachdem ich nach vier Jahren konsequenter Ausbildung einen Gesangswettbewerb in der Alten Oper in Frankfurt gewonnen hatte, nahm ich mir wieder mehr Zeit für mich selbst. Ich bin nämlich der Meinung, daß Düfte uns verschönern! In Italien entdeckte ich dann vor einigen Jahren das Parfum “Bulgari Blu”, das ich extrem gerne habe. Es ist quasi mein Lieblingsduft.

-Wann benutzt Du ihn? Täglich? 

-Nein, dafür ist er jetzt zu selten geworden. Ich nehme ihn besonders gern, wenn ich auftrete. Leider wird “Bulgari Blu” nicht mehr überall angeboten, man muß jetzt schon danach suchen. Vassily, mein Mann, hat vor kurzem noch eine Flasche für mich in Paris aufgetrieben. Ich mag diesen sanften, leicht pudrigen Duft sehr.

Welche Parfums gefallen Dir noch?

– Ich bevorzuge Düfte, die irgendwie nach Theater und Lippenstift riechen. Parfums mit pudrigen Noten, z.B. “Royal Bain” von Caron. Royalbain.

Außerdem gefällt mir das “neue Shalimar” total gut!

ShalimarParfumInitialDieses “Shalimar Parfum Initial” mag ich persönlich sehr viel lieber als das klassische “Shalimar”. Und wenn ich Sport mache, verwende ich momentan ganz gern einen aquatischen Duft: “Seathalasso”: Seathalasso Der ist gar nicht so wenig haltbar, wie man denken könnte. Außerdem wissen die Leute, die ihn in meiner Umgebung riechen, nicht, daß es ein Eau de Toilette ist, was sie da wahrnehmen. Sie tippen immer auf frische Wäsche oder Duschgel.

Gibt es denn einen russischen Duft, den Du sehr magst?

-Nun, ich liebe das Parfum “Nikita” von Slava Saitzev.

nikita Doch ist das nicht aus russischer Produktion, sondern von L’Oréal – und wird nicht ‘mal in Deutschland verkauft, sondern nur in Belgien oder Holland.  Mein letzter Flakon ist leider schon leer. Und ich suche das Parfum “Kukushkini Sloski”. Das habe ich in Rußland bei einer Freundin gerochen und fand es absolut toll. Ansonsten ist der russische Parfum-Markt nicht so prickelnd. Die Qualität läßt leider zu wünschen übrig.

-Und welche Duftrichtung sollte man Dir auf keinen Fall unter den Weihnachtsbaum legen?

– Ich mag diese schweren Parfums nicht. Bei “Coco” von Chanel denke ich an einen dicken Samtmorgenrock. Der Duft hat etwas Erdrückendes für mich. “Angel” kann ich auch nicht besonders leiden. Und extrem Blumiges ist auch nicht so mein Fall. Aber “Mi Fa”, ein Nischenduft von der Firma Reminiscene, der hat es mir angtan. Den würde ich gern unterm Weihnachtbaum finden!

 


People and Perfumes: Maria Azova, Geigerin

 

 

People and Perfumes: Maria Azova, Geigerin

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Maria Azova und ich kennen uns seit ungefähr acht Jahren. Schon bei unserer ersten Begegnung fiel mir an dieser bildschönen und hochtalentierten jungen Frau auf, daß an ihr einfach immer alles stimmt: Kleidung, Haare, Make-up, Styling – und auch das Parfum. Daher ist es mir eine große Freude, daß Maria Azova sich letzte Woche die Zeit genommen hat, mir ein langes Interview zu geben, in dem wir uns auf ihre “Parfumbiographie” konzentrierten. Doch natürlich steht normalerweise bei Maria die Musik im Mittelpunkt. Geboren in Taschkent, wuchs sie in einem musikalischen Umfeld auf und erhielt bei ihrer Mutter Natalya, einer ausgezeichneten Geigenlehrerin, bereits als Fünfjährige ihren ersten Geigenunterricht. Heute tritt Maria als Solistin mit namhaften Orchestern auf, darunter u.a. dem Museumsorchester Frankfurt, der Baden-Badener Philharmonie, dem Orquesta Sinfonica del Estado de México und dem Orchestra Filarmonica di Bacau, sowie den Frankfurter Philharmonikern. Sie gastiert bei Festivals wie dem Kissinger Sommer, beim Viotti Festival im italienischen Vercelli oder der Mozartiade in Augsburg. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Hans Drewanz, Paolo Carignani, Werner Stiefel, Pavel Baleff und Michel Tilkin zusammen. Nach ihren neusten Projekten habe ich sie natürlich während des Interviews auch gefragt. Viel Spaß beim Lesen.

 

 

-Liebe Maria, kannst Du Dich erinnern, wer Dir Parfum nahegebracht hat?

Maria: Ja, als kleines Mädchen, ich glaube, da war ich ungefähr vier, bekam ich von meiner Oma eine kleine runde Dose mit einem Schleifchen, darin war ein Mini-Flakon, der ein bißchen aussah wie eine Weinkaraffe und sehr klassisch roch, ziemlich blumig. Damals gab es in der Sowjetunion ja nur eine kleine Auswahl an Parfums, die meisten Frauen dufteten nach “Climat” oder nach “Poison”. “Poison” war auch eines der Parfums, die meine Mutter früher trug. Mir ist ‘mal am Schminktisch meiner Mutter ein Flakon mit “Poison” umgefallen, als ich heimlich mit ihm gespielt habe. Da habe ich dann mit meinem Haarband das ausgelaufene Parfum aufgewischt. Natürlich hat meine Mutter das bemerkt, denn mein Haarband roch noch wochenlang nach “Poison”. Das war damals echtes Parfum-Extrait – und meine Mutter war ziemlich sauer. Ach ja, und als ich ungefähr dreizehn war, bekam ich ein Duftset von einer italienischen Firma geschenkt, Pupa, der Duft roch ähnlich wie “Pleasures”…

-Toll, Du kannst Dich daran noch erinnern…

  • Natürlich. Es roch wie eine Mischung aus “Kenzo Parfum d’Eté” und “Pleasures von Lauder”.   
  • Was war denn der erste Duft, den Du dir selbst gekauft hast?
  • Das war “Amor, Amor” von Cacharel.
  • Gibt es für Dich einen Zusammenhang zwischen Musik und Parfum? Die Frage mußte ich stellen…
  • Absolut! In der Musik und bei Parfums geht es vor allem um Nuancen. Die Wirkung hängt immer von der Feinabstimmung ab. Nuancen muß man dosieren wie ein Parfum, mit einem Gefühl für die subtilen Unterschiede. Gerade die feinen Nuancen wecken Assoziationen und Erinnerungen, in der Musik so wie bei einem Duft. Wir können auch unser individuelles Verständnis der Musik durch die feine Abstimmung der Nuancen besonders gut zum Ausdruck bringen. So ist es doch auch bei Düften, denke ich.
  • Ja, da stimme ich Dir zu. Benutzt Du denn Parfum, wenn Du auftrittst?Azovamaria2
  • Auf jeden Fall, je nach Bühne und Raumtemperatur, aber auch je nach dem, wie meine Kondition ist. Es gibt Düfte, die mich aufmuntern und die ich dann gezielt einsetze, wenn ich sie benötige.
  • Gibt es einen Duft, den Du mit einem speziellen Violinkonzert assoziierst, das Du spielst?
  • Ja, ich habe Tschaikowskys Violinkonzert schon oft gespielt und benutze immer “Cinéma” von Yves Saint Laurent, wenn ich mit diesem Konzert auftrete. Das gibt mir eine gewisse Sicherheit, die Musik und der Duft zusammen evozieren wiederum andere Abende, an denen ich ebenfalls Tschaikowsky spielte.
  • Welche anderen Parfums sind für Dich stark mit Erinnerungen verknüpft?
  • Da wäre zunächst “Gucci Rush”, das Parfum, das meine Mutter lange Jahre getragen hat. Und natürlich der Duft meines Lebensgefährten, “Pi” von Givenchy. Musiker haben ohnehin oft eine starke Bindung zu Düften. Mein Geigen-Professor holte einmal vor einer Unterrichtsstunde vier verschiedene Parfum-Proben heraus und wir sprachen dann darüber, welcher Duft am besten zum ihm passen würde. Sein Standard-Eau de Toilette war “Silver Mountain” von Creed…
  • Maria, wenn Du nicht Geigerin geworden wärst, was hätte Dich sonst gereizt?
  • Als Kind wollte ich ‘mal Archäologin werden… aber im Grunde genommen habe ich eine starke Affinität zu Mode und Design. Ich liebe alles, was mit “Fashion” zu tun hat, auch Kosmetik und natürlich schöne Düfte. Vielleicht wäre ich im Fashion-Bereich gelandet.
  • Wenn Du die Zeit um 20 Jahre zurückdrehen könntest, welchen Rat würdest Du dem Kind Mascha geben?
  • Ich würde Mascha raten, noch mehr auf ihre innere Stimme zu hören und sich selbst mehr zu vertrauen. Schon als Kind war ich mit mir selbst zu kritisch.
  • Wie reagieren Kollegen im Orchester allgemein auf Parfum?
  • Das ist sehr unterschiedlich. Du mußt Dir vorstellen, daß es anstrengend sein kann, wenn über 100 Leute auf engem Raum alle verschiedene Düfte benutzen. Ich habe schon erlebt, daß eine ältere Kollegin, die immer “Chanel No.5″ oder “Alien” von Mugler trägt, völlig verzweifelte, weil ein anderer Musiker sich im Flugzeug auf einer Konzertreise nicht neben sie setzen wollte und dann auch noch im Orchester die Regel “Parfumfreie Zone” aufgestellt wurde.
  • Wie gehst Du mit diesem Problem um?
  • Ich dosiere extrem vorsichtig, manchmal dann auch nur ein ganz leichtes Körperspray wie z.B. “Eau Ressourcante” von Clarins. Aber ich muß sagen, daß ich alle Duftrichtungen mag und auch aus jeder Abteilung etwas habe, also orientalische Parfums, frisch-grüne, blumige oder herbere.
  • Hast du ein ganz besonderes Lieblingsparfum?
  • Ja, da muß ich zuerst “Herver Leger Eau de Parfum” nennen. Von diesem herrlichen Duft hatte ich zunächst nur ein Pröbchen, dann einen Mini-Flakon – und dann lange gar nichts. Ich suchte und suchte nach “Herver Leger” , fand aber nur noch das Eau de Toilette in den Läden und wurde richtig traurig, denn das Edt riecht nicht so toll wie das EdP. Doch als ich vor kurzem in Luxemburg war, kam ich zufällig an einer Boutique des Designers vorbei. Und siehe da, in den Boutiquen führen sie noch das EdP. Der Duft ist unbeschreiblich gut. Kennst Du ihn?
  • Nein, ich muß gestehen, daß ich ihn nicht auf dem Schirm habe.
  • Ich werde ihn Dir demnächst vorführen. Da fällt mir noch ein interessantes Produkt ein: Auf der Musikmesse in Cremona hat ein Geigenbauer einen Duft präsentiert, der “Violino” heißt. Leider riecht er nur nach Holz und Lack. Hat mir gar nicht gefallen.
  • Auf jeden Fall hört es sich nicht nach “Massenmarkt-Parfum” an.
  • Das stimmt. Anders als bei Parfums kommt es aber bei Instrumenten immer auf den Namen des Geigenbauers an, je berühmter er ist, desto teurer die Geige.
  • Hast Du ein aktuelles “Massenmarkt-Parfum”?
  • Ja, klar. Es kann ja nicht jede/r Parfums tragen, die gar nicht im Regal stehen… ich war letztens bei Douglas, wo eine sehr nette Verkäuferin arbeitet, die ich etwas besser kenne. Die hatte ein fantastisches Parfum drauf – leider gab es das gar nicht in ihrer Filiale. Und sie selbst hatte es auch nur von einer Kollegin, die es ebenfalls quasi unter dem Ladentisch bekommen hatte. Aber ich bin zur Zeit begeistert von “Pleats please” von Issey Miyake.
  • Kannst Du den Duft beschreiben?
  • Ja, es ist eine echte Blumenexplosion. Pfingstrose, Duftwicke…- gefällt mir richtig gut.
  • Marias persönliche Parfum-Kollektion: SAMSUNG
  • Zum Abschluß noch paar kurze Fragen: Was ist Dein Lieblingsgetränk?
  • Capuccino mit Milchschaum, am besten begleitet von einem Cantuccini.
  • Dein Lieblingsdessert?
  • Kokoseis.
  • Dein Lieblingsgewürz?
  • Zimt.
  • Oh, das gäbe ein interessantes Parfum: “Café-Coco-Cinnamon”.
  • Ich war oft schon enttäuscht von vermeintlich “natürlichen” Stoffen in Düften, gerade mit Kokos und Zimt ist das so eine Sache…
  • Da kann ich Dir nur zustimmen…Welche Pläne hast Du in diesem Jahr auf musikalischem Gebiet?
  • Ich werde ab April in München für eine Zeit lang eine Stelle als stellvertretende Konzertmeisterin im Münchener Rundfunkorchester antreten. Im September werde ich mit meinem Klaviertrio ein neues Programm mit Werken von Louis Spohr auf einer Konzertreise präsentieren, u.a. beim Louis-Spohr-Festival in Braunschweig. Außerdem arbeite ich zusammen mit dem Pianisten und Dirigenten Adi Bar an einer CD, wir werden Miniaturen für Violine und Klavier einspielen – hier kommt es wieder auf die Nuancen an, genau wie beim Parfum!
  • Maria, ich freue mich jetzt schon darauf, diese musikalischen Kleinode zu genießen und wünsche Dir ganz viel Erfolg für alle Deine Projekte! Danke für dieses anregende Gespräch mit Dir. AzovaMaria3

 


People&Perfumes: Henri Straub, Photograph und IT-Spezialist

 

Heute stelle ich Henri Straub vor, der mir freundlicherweise einige Fragen zum Thema Parfum beantwortet hat. Henri ist vielseitig talentiert und interessiert, einerseits arbeitet er als Computer-Spezialist und andererseits seit einigen Jahren auch als Photograph; zudem hat er einige Parfum-Photos für mich geschossen. Da er ein genußbetonter Mensch ist, mag er auch schöne Düfte. Mir gefällt seine “Top 5 Liste” sehr gut, denn im Gegensatz zu vielen  anderen Männern, weiß Henri genau, wieviele Parfums er im Schrank stehen hat…

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1. Wann hast Du zum ersten Mal bewußt ein Parfum wahrgenommen?

In meiner Jugend. Neben mir saß im Mathe Leistungskurs eine Blondine mit einem betörenden Vanille-Duft. Unvergesslich.

2. Hast Du einen Duft, der Dich schon seit Jahren begleitet? Falls das so ist, hat sich dieser Duft eventuell verändert?

Mehrere Düfte, Antaeus von Chanel und Egoiste von Chanel. Joop Homme (das rote).

Diese sind nicht mehr ganz so intensiv und langanhaltend wie früher.

3. Wieviele Düfte hast Du im Schrank stehen?

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4. Was sind Deine persönlichen Top-Five?

-Antaeus von Chanel

-Egoiste von Chanel

-Rive Gauche von YSL

-La nuit de L´homme von YSL

-Zino von Davidoff

5. Stimmst Du Dein Parfum auf die Situation/Tageszeit/Jahrezeit ab?

Chanel abends, alle anderen tagsüber, je nach Situation

6. Welchen Stellenwert hat “Duft” für Dich? Hier denke ich auch an natürliche Düfte aus unserer Umwelt.

In Parfümerien und Tee-Läden sowie Tabak-Geschäften bin ich olfaktorisch richtig.

Manche schnüffeln Klebstoff, ich rieche gerne süßliche Aromen in allen drei Geschäften.

7. Gibt es ein Parfum, das Du an Frauen besonders magst?

Venezia von Laura Biagotti, Jungle Elephant von Kenzo, Dita von Teese (das schwarze).

8.  Was hälst Du von “Unisex-Düften”?

Ich möchte nicht weiblich riechen.

9. Verschenkst Du privat Düfte und falls ja, nach welchen Kriterien suchst Du sie aus? Spielt der Preis eine große Rolle?

Zuletzt habe ich Flash von Jimmy Choo verschenkt. Die Beschenkte muss es vorab getestet haben und meine Nase muss es für gut an ihr befunden haben. Der Preis ist nicht das Kriterium, aber teuer ist nicht unbedingt gut. Viele günstige Düfte wie die von Escada oder Dita von Teese sind klasse.

10. Wie lange testest Du einen neuen Duft, bevor du ihn kaufst?

Mindestens 5 Minuten im Laden, teilweise noch einen Tag auf einem Duftpapier.

Wenn er dann immer noch gut riecht, ist er so gut wie gekauft.

11. Welcher Flakon gefällt Dir als Fotograf besonders gut?

Eher klassische geradlinige Formen, pfiffig gemacht.

Bellissima von Bluemarine. Innamorata von Bluemarine, Roma von Laura Biagotti

12. Informierst Du Dich auch online über Parfums? Oder läßt Du Dich lieber in Parfümerien beraten?

Erst online, da kann man aber nichts riechen, also dann ab in die Parfumerie.

13. Welche Werbekampagne für Parfums ist Dir besonders präsent bzw. gefällt Dir?

Roberto Cavalli, La vie est belle, One million.

14. Welches Parfum kannst Du überhaupt nicht leiden?

Alles, was nach Lakritz riecht, geht gar nicht.

15. Kannst Du auf Parfum verzichten oder fehlt Dir etwas, wenn Du keinen Duft trägst?

Ja, es gibt wirklich Tage, da rieche ich nach Homme naturel, sprich nach mir selbst, aber ich rieche sowieso schon toll, nach einer Mischung aus Waldmoos, Zedernholz, Tabak und Seife.

Aber wenn ich einen Termin außer Haus wahrnehme, dann natürlich immer mit Duft.

16. Du als Mann benutzt bestimmt komplette Pflegeserien oder EdT oder After Shave?

Nur EdT, keine After Shaves, meine Männerhaut braucht auch nach dem Rasieren keines.

17. Duschgel?

Ab und zu mit Duft, sonst das übliche Duschdas for Men.

18. Wann kaufst du einen Duft für dich?

Entweder wenn ich ihn woanders gerochen habe, getestet habe und denke, jetzt wäre mal ein neuer Duft dran, oder wenn einer der Düfte zur Neige geht.

19. Welche Duftrichtungen magst du am meisten?

Zeder, Holz, Zitrone, Leder, teilweise auch orientalisch.

20. Und überhaupt nicht?

Beeriges, bis auf Erdbeere für junge Mädchen.

21. Kaufst du bekannte Marken eher?

Eigentlich schon, wobei ich neuerdings auch bei den Klassikern enttäuscht werde und einige Newcomer oder eher unbekannte Marken tolle neue Produkte hervorbringen.

22. Ab wann sollte man Düfte benutzen?

In unserer Familie benutzen alle gerne einen tollen Duft, sogar mein Sohn mit 11 (007), meine Tochter mit 13 (Cherry in the Air) sowieso. Wenn man Spaß daran hat, sollte man es ausprobieren. Die Frage sollte doch eher lauten: Bis wann sollte man einen Duft nehmen… Omis, die immer nach dem gleichen riechen, sind nicht so mein Fall. Vielen Dank, Tosca.

23. Wie beurteilst du Duft-Kritiken in Communities oder beim Online-Handel?

Ich werfe zwar einen Blick drauf, wenn jemand schreibt “eher für den Abend” oder “nach einer Stunde nicht mehr wahrnehmbar”, das kann mein Kaufverhalten schon ändern. Wer schreibt, “den benutze ich seit 20 Jahren”, der tut mir eh leid, wahrscheinlich nur den…

24. Warum benutzt du einen Duft/Duftserie?

Natürlich um Weibchen anzulocken. Und weil ich es hasse, wenn neben einem einer steht, der seit 5 Tagen das Hemd nicht gewechselt hat, da wird mir übel. Ich bin sehr geruchsempfindlich, beim Essen, beim Genießen und beim Knutschen.

25. Was riechst du in der Natur oder allgemein am liebsten?

Wald, frisch gemähtes Gras, Äpfel, Mandarine, Kuchen, Vanille, Kaffee, Banane, Melone, frische Backwaren.

26. Und überhaupt nicht gerne?

Verbranntes, Rheinwasser, nasser Hund, nasse Straße, Muffiges, alte Keller.

27. Wie gefällt Dir meine Webseite perfumeguide.de?

(lacht): Nun, ich teile zwar nicht jede Duftmeinung, lasse mich aber inspirieren, mutig neue Düfte auszuprobieren.