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Der Parfum-Blog

Archive for the ‘Die Welt der Parfumflakons: Ausstellung im Hessischen Puppen-und-Spielzeugmuseum in Hanau’ Category

“Die Welt der schönen Düfte”: Workshops zum Thema Parfum und Literatur in Hanau

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Im Rahmen der Parfumflakon-Ausstellung finden im Hessischen Puppenmuseum in Hanau im Juli und August zwei Workshops unter meiner Leitung statt.

Termine: 5.7. (Sonntag) 15 Uhr und 30.8. (Sonntag), 15.00 Uhr

Themen: Wie sprechen wir über Düfte? Welche sprachlichen Mittel stehen uns zur Verfügung, um Düfte zu analysieren und zu beschreiben? Wie gehen berühmte Autoren mit der Herausforderung “Duftbeschreibung” um? Welche Funktion haben olfaktorische Allusionen in literarischen Texten?

Wir werden uns Gedichte von Baudelaire und Verlaine, aber auch einen modernen französischen Roman von Sylvie Bocqui (“Une saison“) sowie Auszüge aus Texten von Ian McEwan und Pery Kemp ansehen.

Als duftende Beispiele werden uns Parfums aus dem Hause Guerlain zur Verfügung stehen, an denen wir unsere eigenen Fähigkeiten zur Duftbeschreibung üben können.

Die Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit der Traditionsparfümerie Parfümerie Müller/Hanau statt.

Kostenbeitrag: 15 Euro

 

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Der Parfumflakon zwischen Kunst und Kommerz

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Duft und Liebe gehören für mich zusammen. Wie oft passiert es doch, daß der geflügelte Knabe Eros mit seinen unsichtbaren Pfeilen auf uns Menschen schießt und wir betört sind von einer zunächst undefinierbaren Aura, einem unsichtbaren Charme. Zu dieser unsichtbaren Aura gehört der Geruch. Manche Menschen verfügen über einen so angenehmen Eigenruch, daß ein Parfum sogar störend wirken würde, andere wiederum verbinden ihren eigenen Geruch geschickt mit dem Duft eines besonders gut passenden Parfums. Fest steht jedoch, dass unser Geruchssinn der archaischste unter unseren Sinnen ist.
Schon Neugeborene erkennen ihre Mutter und deren Milch am Geruch. Eltern tragen ihr Baby instiktiv so, daß sie seinen Duft an Kopf und Hals wahrnehmen können. Auf diese Weise wird die gegenseitige Bindung per Geruchssinn tief im Gehirn verankert. Kommt das Kind in die Pubertät, dient die Nase wieder als Wegweiser: Bei der Auswahl des Liebespartners spielt der natürliche Geruch eine große Rolle. Jene Kandidaten, deren immunologisches Profil dem eigenen am wenigsten ähnelt, werden als am attraktivsten empfunden. So wird der Genpool des zukunftigen Kindes aufgefrischt.

 

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Doch wenn der körpereigene Geruch so wichtig ist, wozu dann überhaupt Parfum?
Nun, zunächst sind ja leider nicht alle Körpergerüche angenehm. Menschen salben sich seit Jahrtausenden, um ihren Geruch zu optimieren, um unangenehme Gerüche zu überdecken und natürlich vor allem auch um erotische Signale auszusenden.

Außerdem: Jedes Parfum braucht ein Gefäß – und hier sind wir endlich beim ganz augenfälligen Thema dieser Ausstellung angelangt, dem Parfumflakon.

Um das Parfum herum ist seit circa 50 Jahren ein großer internationaler und extrem kreativer Designmarkt entstanden. Die Komplexität der Branche ist erstaunlich. Auch ihr Kundenkreis ist umfassend: Schon Kinder sind ganz klar als Zielgruppe der Werbeagenturen und Parfumhersteller definiert worden.

Die Idee zu dieser Ausstellung entstand daher durch das umfangreiche Flakonmaterial, das es gerade auf dem Kinderkosmetiksektor seit Jahren gibt. Dabei sind die Grenzen zwischen „Spielzeug“ und Flakon fließend, denn manche Hersteller offerieren ihre Düfte in Gefäßen, die Teddy-oder-Hasenköpfe aufweisen oder beliebten Figuren aus der Märchenwelt nachempfunden sind. Das Kind soll schon früh an den Konsum von Parfums herangeführt werden. Was liegt da für die Hersteller näher als ein Duft im vertrauten Barbie, Mickey-Mouse oder Spiderman-Look?

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Bereits im 19. Jahrhundert waren Flakons als bürgerliches Accessoire und Luxusobjekt, welches auf eine höfische Vergangenheit verwies. Daher finden sich auch im Hessischen Puppenmuseum Spielzeuge, die einen Bezug zur Parfümerie haben, z.B. eine ganze Parfümerie-Abteilung in einer historischen Puppenstube.
Unsere Parfum-Flakonausstellung zielt mit sehr sichtbaren Reizen auf ihre Beuscher und Besucherinnen. Was ich über Kunst und Geschichte weiß, habe ich nicht nur aus Büchern und der Uni, sondern auch von Trödelmärkten und aus Antiquitätenläden. Wir alle lernen vor allem an leibhaftigen Gegenständen, die man berühren kann. Auch ein Massenprodukt wie ein Parfumflakon wird durch den Gebrauch zu einem Unikat. Als dreidimensionales Objekt ist ein Flakon ein Gegenstand zum Anfassen, der uns etwas über Designstile, Modetrends und Konsumgewohnheiten sowie über Geschlechterbeziehungen verrät.

 

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Als Gegenstände in einem Museum sind Flakons keine flüchtigen Werbebilder, die man z.B. am Computer einfach wegklicken kann, sondern eine reale Präsenz, die durch die einzigartigen Collagen, die der Fotograf Roland Richter geschaffen hat, noch verstärkt wird.

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Der schöne Duft selbst ist unsichtbar, doch die Gestaltung des Flakons macht aus einem optisch nichtssagenden Stoff, einer meist eher blassen, leicht öligen Flüssigkeit, ein Objekt, das Wünsche und Träume wachruft.

Daher nimmt es nicht Wunder, daß namhafte Künstler für die Parfumindustrie Flaschen entworfen haben.
Salvadore Dali z.B. entwarf den Flakon für „Le Roi Soleil“ von Schiaparelli. Der russische Künstler Kasimir Malevitch designte den Flakon für das EdCologne „Severny“. Der Entwurf stammt aus dem Jahr 1909 und zeigt einen Eisbären auf einer Eisscholle. Auch diesen Flakon können Sie hier bei uns im Museum bewundern.

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Natürlich müssen wir auch Rene´Lalique erwähnen, dessen Flakons außergewöhnliche Objekte des Art Déco darstellen.

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Die Stilrichtung des Art Déco läßt sich zeitlich nicht genau festlegen, wenn es um Flakongestaltung geht. Bestimmten Ornamenten, wie den organischen Parallellinien oder der extremen Stilisiertheit der figürlichen Motive, begegnet man auf dem Flakonsektor noch heute.

Wenn man von Flakondesign spricht, muß man Pierre Dinand nennen. Der 1932 geborene Franzose ist einer der berühmtesten Gestalter weltweit, über 500 Flakons stammen aus seinem Atélier, darunter so stilbildende Flaschen wie die für „Calandre“ von Paco Rabanne (1968), wo er zum ersten Mal eine Verbindung zwischen Glas und Metall realisierte, oder auch die Verbindung von Nylon und Glas für „Opium“ von YSL (1977).

In Deutschland ist es vor allem der Designer Peter Schmidt, der Flaschen für Jil Sander, Hogo Boss, Chopard, Joop und Gucci entworfen hat, als führender Kreativkopf zu nennen. Schmidts Flakon für Jil Sander No. 4 von 1984 befindet sich mittlerweile im Museum of Modern Art in New York (aber natürlich können Sie ihn auch in unserer Ausstellung heute bewundern).

Flakons repräsentieren die unterschiedlichsten Kunststile und Epochen. Neue Materialien wie Kunststoff kommen seit den 70er Jahren verstärkt zum Einsatz. Aber auch ältere Entwürfe werden immer wieder aufgegriffen und abgewandelt.

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So ähnelt z.b. der Flakon von Sun, Moon and Stars von Lagerfeld dem Flakon von „Dans la Nuit“ von Worth aus dem Jahre 1925.
Jean-Paul Gaultier erwarb die rechte an Elsa Schiaparellis Flakon „Shocking“ von 1937 und schuf nach diesem Flakonvorbild seine eigenen Parfumflaschen.

Die Kunst der Parfumpräsentation reflektiert stets den Zeitgeist.
Daher kann man gerade an dem stark wachsenden Markt für Kinderparfums einen gesellschaftlichen Trend ausmachen, den man durchaus kritisch sehen sollte.
Verkaufsförderung steht meist im Mittelpunkt der Aktivitäten der Industrie. Es liegt nicht in ihrem Interesse, unser Verständnis der Welt durch Analyse und Information zu vertiefen. Gerade wenn man sich hier im Museum die Fülle der Kinderparfums vor Augen führt, kann man über das Verhältnis von Kunst und Kommerz reflektieren.
Unsere Ausstellung spielt bewußt mit dem Verhältnis von Kunst und Kommerz und will Sie dazu anregen, sich zu diesem Thema Ihre eigenen Gedanken zu machen.

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Flakondesign oszilliert oft zwischen Kitsch und Kunst, zwischen Eleganz, understatement und Geschmacklosigkeit. All dies bildet unsere Ausstellung ab.

Daß die Industrie besonders gern an „archetypische Dufterlebnisse“ anknüpft, zeigt sich in dem Versuch, schon Kinder als Konsumenten heranzubilden.
Im „Dictionnaire des sciences médicales“ aus dem 19. Jahrhundert findet sich folgende Definition:
„Der Geruchssinn ist der Sinn der zärtlichen Erinerungen“.

Der Flakon selbst verkörpert die Schnittstelle zweier Welten. Einerseits ist er den Konsumanforderungen unterworfen, andererseits aber gehört er auch einer künstlerischen, kreativen Welt an. Wir laden Sie herzlich ein, diese Schnittstelle in unserer Ausstellung für sich zu entdecken und wünschen Ihnen viel Vergnügen!

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Ausstellung: Die bunte Welt der Parfumflakons in Hanau

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Wie ein Mann zum Parfumflakon-Fan wurde

Wer hätte gedacht, daß ein Mann, der sich früher Naturbursche nannte, irgendwann in seinem Leben fast schon wie ein Besessener seine gesamte Zeit mit den unterschiedlichen Parfum-Flakons dieser Welt zubringen würde?

 

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Der Naturbursche hatte gedacht, dass der Geruchssinn dem Menschen lediglich dabei hilft, zu überleben. Die Welt seiner Düfte war kein Kosmos der konstruierten Wohlgerüche, aber sein Bedürfnis, neue Erfahrungen zu sammeln, erlaubte ihm eine erstaunliche Entwicklung seines bis dato nicht geschulten Geruchssinns.

 

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Er begann damit, diverse Flakons abzulichten, deren Schönheit ihn faszinierte.
In seinem Enthusiasmus fiel es ihm kaum auf, daß er für jeden Flakon inklusive der Vorbereitungen während der Aufnahme, der Freistellung des Objektes mit spezieller Computersoftware und der Nummerierung und Speicherung auf einer extern gesicherten Festplatte bis zu eine Stunde Zeit benötigte.

 

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Außerdem fing er an, Parfumflakon-Fotos zu sammeln. Die Flaschen konnten voll oder leer sein, alt oder neu. Freunde und Bekannte innerhalb und außerhalb Deutschlands schickten ihreObjekte zu ihm.

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Nach drei Jahren des intensiven Sammelns und Fotographierens hatte er über 2.000 verschiedene Parfum-Flaschen aus der ganzen Welt zusammengetragen und zu einer gigantischen fotographischen Collage aufbereitet.

 

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Er trug das riesige Bild, das auf Leinen gedruckt und über einen Holzrahmen gespannt war, ins Wohnzimmer und hängte es dort auf.

Die Reaktionen auf das große Bild an der Wand waren vielfältig. Meistens setzte sich die  Begeisterung des Photographen für seine Objekte in den Augen der Betrachter fort.

Im Hessischen Puppenmuseum werden ab dem 10. Mai 2015 ausgewählte Fotocollagen von Rolland Christian Richter zu sehen sein. Idee und Ausführung sind weltweit einzigartig.

 

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Beginn der Vernissage: 11.30 Uhr,

Eröffnung durch den Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

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Musikalische Umrahmung: Larissa Dück

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Ab 10.5. in Hanau: Die bunte Welt der Parfumflaschen – Flakons für Groß&Klein, Spielzeugflaschen für Kinder und Puppen

Jedes Parfum braucht ein Gefäß, einen Parfumflakon, der den Duft und dessen Botschaft widerspiegelt. Bereits im 19. Jahrhundert entstand eine große Bandbreite von künstlerisch wertvollen Flakons, die als bürgerliches Accessoire und Luxusobjekt, welches auf eine höfische Vergangenheit verwies, sehr begehrt waren.
Mit Beginn der industriellen Produktion von Parfums ist seit circa 80 Jahren ein großer internationaler und extrem kreativer Designmarkt entstanden, der wächst und wächst.

 

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Die Komplexität der Branche ist erstaunlich. Auch ihr Kundenkreis ist umfassend: Schon Kinder fallen ganz klar in den Zielbereich der Werbeagenturen und Parfumhersteller.

 

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Das umfangreiche Flakonmaterial, das es gerade auf dem Kinderkosmetiksektor seit Jahren gibt, bildet daher den Ausgangspunkt für eine Ausstellung mit Parfumflakons, die am 10.5. 2015 im Hesssischen Puppen-und-Spielzeugmuseum eröffnet werden wird.

“Die bunte Welt der Parfumflaschen: Flakons für Groß&Klein, Spielzeugflaschen für Kinder und Puppen”  (vom 10.5.- 4.10. 2015 in Hanau).  

 

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Offensichtlich sind die Grenzen zwischen „Spielzeug“ und Flakon fließend: manche Hersteller offerieren ihre Düfte in Gefäßen, die Teddy-oder-Hasenköpfe aufweisen oder beliebten Figuren aus der Märchenwelt nachempfunden sind.

Doch die Parfum-Flakonausstellung in Hanau zeigt nicht nur Flakons für Kinder.

Als dreidimensionales Objekt ist ein Flakon ein Gegenstand zum Anfassen, der uns etwas über Design-Stile, Modetrends und Konsumgewohnheiten sowie über gängige Geschlechterbeziehungen verrät. In einem Museum sind Flakons keine flüchtigen Werbebilder, die man wie am Computer einfach wegklicken kann, sondern eine reale Präsenz, die durch großformatige Collagen noch verstärkt wird.

 

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Das Parfum selbst ist als olfaktorische Substanz unsichtbar, doch die Gestaltung des Flakons macht aus einer meist blassen, leicht öligen Flüssigkeit, ein Objekt, das unterschiedliche Wünsche und Träume wachruft. Ohne sein Kleid ist ein Parfum unverkäuflich und volatil.

 

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Daher nimmt es nicht Wunder, daß namhafte Künstler für die Parfumindustrie Flaschen entworfen haben.
Salvadore Dali z.B. entwarf den Flakon für „Le Roi Soleil“ von Schiaparelli. Kazimir Malevitch designte einen Eisbär-Flakon. Gerhard Richter hat leider noch keinen Flakon gezeichnet. Aber vielleicht kommt das noch ….

 

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Flakons repräsentieren die unterschiedlichsten Kunststile und Epochen. Neue Materialien wie Kunststoff kommen seit den 70er Jahren verstärkt zum Einsatz. Aber auch ältere Entwürfe werden immer wieder aufgegriffen und abgewandelt (sehr gut zu sehen bei der Firma Lalique oder an den verschiedenen Entwürfen für “L’Air du temps” von Nina Ricci).

 

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Die Kunst der Parfumpräsentation reflektiert stets den Zeitgeist. Daher kann man gerade an dem stark wachsenden Markt für Kinderparfums einen gesellschaftlichen Trend ausmachen, den man durchaus kritisch sehen sollte. Ich denke, daß Verkaufsförderung immer im Mittelpunkt der Aktivitäten der Industrie steht. Es liegt nicht in ihrem Interesse, unser Verständnis der Welt durch objektive Analyse und Information zu vertiefen. Gerade wenn man sich daher in einem musealen Kontext die Fülle der Kinderparfums vor Augen führt, kann man über das Verhältnis von Kunst und Kommerz trefflich reflektieren.
Flakondesign oszilliert zwischen Kitsch und Kunst, zwischen Eleganz, understatement und Geschmacklosigkeit. Die neue Ausstellung im Hessischen Puppenmuseum spielt bewußt mit diesem spannenden und manchmal schwierigen Verhältnis von Kunst und Kommerz und will die Besucher dazu anregen, sich zu diesem Thema ihre eigenen Gedanken zu machen.

 

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Die Industrie geht extrem raffiniert vor, indem sie an archetypische Dufterlebnisse anknüpft, und versucht, Kinder gezielt als Konsumenten heranzubilden. Schon im „Dictionnaire des sciences mécicales“ aus dem 19. Jahrhundert findet sich folgende Definition:
„Der Geruchssinn ist der Sinn der zärtlichen Erinerungen“. Wer in der Kindheit positive Erlebnisse mit Parfum verbindet, der wird auch als Erwachsener weiterhin gern Düfte konsumieren. Der Flakon verkörpert im Kontext des Dufterlebens die Schnittstelle zweier Welten. Einerseits ist er den Konsumanforderungen unterworfen, andererseits aber gehört er auch einer künstlerischen, kreativen Welt an.

Wir laden Sie herzlich ein, diese Schnittstelle ab dem 10.5. 2015 in Hanau  für sich zu entdecken!

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Die Parfumflakon-Ausstellung ist ein Fest für die Augen, das natürlich auch Lust macht, die Parfums mit der Nase zu entdecken! Hierzu wird es im Laufe der Ausstellung im Rahmen von Workshops unter der Leitung von Dr. Jale Richter die Möglichkeit geben.

Mehr Infos und Termine zu den Workshops demnächst in diesem blog.

Infos auch hier: http://www.frankfurt-live.com/front_content.php?idcat=11&idart=79250