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Der Parfum-Blog

Archive for the ‘Parfummarkt im Ausland: Großbritannien’ Category

Gute Düfte für kleines Geld

Seit Jahren beschäfte ich mich mit Parfums und erinnere mich noch gut an die Zeiten als die sogenannten “Nischendüfte” mich positiv überraschten, ja, geradezu begeisterten. Natürlich waren sie meistens teurer als Produkte aus dem Mainstream-Bereich, verzauberten aber durch ihre Andersartigkeit, ihre innovative Kraft  oder die besondere künstlerische Handschrift des Parfumeurs oder der Parfumeurin hinter der Marke (man denke an Patricia de Nicolai, Serge Lutens oder Bertrand Duchaufour). Mittlerweile jedoch ist der “Nischenmarkt” überheizt und “over-hyped” und es wird immer schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen. Alle Konzerne sind auf den Nischenzug aufgesprungen und bieten special editions an, die z.B. “Les Exclusifs” oder “La Collection Extraordinaire” heißen. “Rare Distribution” lautet hier das Marketing-Zauberwort. Völlig überteuerte Marken kämpfen um verwöhnte, kapitalkräftige Kunden, und man baut Parfum-Tempel, in die sich “Normalsterbliche”  kaum mehr hineintrauen. In einigen Tagen wird z.B. Roja Dove im Londoner Nobelkaufhaus Harrods eine noch schönere, noch edlere und noch exklusivere  Parfum-Boutique eröffnen als seine bisherige “bescheidene” Parfumhütte im obersten Stockwerk von Harrods. Dort wird dann die finanzstarke Elite hinpilgern und sich die neusten Kreationen andrehen lassen. Doch muß man wirklich 600 Euro für eine Flasche Wohlgeruch ausgeben? Sind die Unterschiede zwischen Billigsegment und Nobelwelt wirklich so gigantisch? Nein! Es geht auch günstiger.

Wer auf Türsteher im Livrée, glänzende Tragetaschen und das ganze Spitzenambiente einer Luxusparfümerie verzichten kann und zudem keinen Wert auf die äußere Hülle, sprich den Flakon, legt, der sollte weder vor Drogerie-Märkten, Durchschnitts-Kaufhäusern oder Internet-Anbietern zurückschrecken. Wer ein Parfum jedoch vor allem als Prestigeobjekt sieht und sich über einen hohen Preis auch gegen Stinkbomben aus der Flasche absichern will, der läßt sich sicher gern in den Nobelparfümerien der Welt bestätigen, einen hervorragenden Geschmack und Stil zu haben. Wie oft schon habe ich mir an diesen Orten blind tests gewünscht… – sowohl für die Kunden als auch für die Verkäuferinnen. So manche vermeintliche Billigmarke würde in einem Blindtest besser abschneiden als die Hochpreisigen.

Daher gibt es für mich nur ein Motto: Trust your nose, not your wallet! Try everything!

Zum Beispiel: AOUD oder OUD oder Adlerholz

Offensichtlich das Moschus der 2010er Jahre.  Alle Firmen haben mittlwerweile Aoud-Düfte im Programm – und täglich scheinen neue hinzuzukommen. Die Anbieter behaupten fast alle, ihr Aoud sei natürlich und super-hochwertig. Das kann ich nicht überprüfen. Doch auf jeden Fall ist es sehr seltsam, daß immer mehr und mehr Aoud-Parfums hergestellt werden – und dies bei angeblicher Ressourcenknappheit. Insider aus der chemischen Industrie haben mir schon vor fünf Jahren erzählt, daß man AOUD künstlich sehr gut und billig nachbilden kann. Noch Fragen?

SplendidArabiaGoldOud Diesen orientalischen Aoud-Hammer fand ich im Internet. (Preis 10 Euro). Wirkung nicht anders als bei hochpreisigen Aoud-Parfums.

Monday3 Und auch dieses arabische Duftöl ist getränkt mit Aoud, Gewürzen und Amber. (Preis circa 12 Euro).

Amüsanterweise mögen meine Freundinnen aus Syrien, dem Irak und auch aus dem Iran Aoud-Parfums  überhaupt nicht. “Altmodisch”, “langweilig”, “zu traditionell” waren die Schlagworte, die sie mir zuriefen, als ich ihnen verschiedene Aoud-Parfums (hochpreisige und günstige!) vorführte. Warum ausgerechnet der Westen, der in vielerlei Hinsicht mittlerweile durchaus als islamophob angesehen werden kann, in seinen Nobelparfümerien traditionelle Parfums aus “Arabien” zelebriert, ist eine Frage, die mich seit langem bewegt. Vielleicht geht es um die  Vereinnahmung eines für viele Westler enigmatischen Kulturkreises, der bitteschön brav so funktionieren soll wie wir es uns aufgrund unserer Lektüre von “1000 und eine Nacht”  vorstellen. Die Komplexität und Widersprüchlichkeit der modernen arabischen, in unserer Wahrnehmung “orientalischen” Gesellschaften wird negiert und die Vielfalt der Lebensentwürfe wird reduziert auf Klischées wie “Harem” und “raffinierte Verführung”, olfaktorisch ausgedrückt durch das omnipräsente AOUD.

 

Zum Beispiel: Günstige Nachbauten erfolgreicher Mainstream-Düfte

Wer echte preisliche Alternativen zu etablierten Marken sucht, sollte sich bei Jeanne Arthes umschauen. Die Firma produziert alle Parfums in Grasse, der französischen Duftmetropole.

guipureand silk “Guipure&Silk” erinnert an “Hypnotic Poison”. (Circa 10 Euro für 100 ml).

VanilleTropicale1VanilleTropicale2

“Vanille Tropicale” kann mit “Vanille Exquise” von Annick Goutal mithalten. “Vanille Tropicale” gibt es aktuell für circa 7 Euro im Drogeriemarkt.

Jeanne2Bild2 “Jeanne 2″ ist ein leichter, zitronig-holziger Duft, der an Diors “Escale a Portofino” erinnert. (Circa 10 Euro. Gefunden bei Karstadt in Gießen.)

amoremioforever

“Amore Mio Forever” ist den aktuellen “Nina-Düften” von Nina Ricci nachempfunden. (Circa 7 Euro bei Rossmann).

 

Eine weitere Parfum-Firma aus Grasse, die hervorragende Parfums anbietet, ist Fragonard. 

BelledeNuit2 “Belle de Nuit” ist beinahe identisch mit “J’Adore” von Dior. 200 ml von “Belle de Nuit” im nachfüllbaren Flakon sind für unter 30 Euro zu haben.

YoppyGoldenGlam In deutschen Drogeriemärkten bekommt man “Golden Glam” von Yoppy, das große Ähnlichkeit zu “Kenzo Amour” aufweist. Preislich allerdings um einiges “liebenswerter”: nur 7 Euro.

Rosa Rosa Floralia1 Die englische Marke “Floralia” entdeckte ich im Internet.

100 ml eines schönen Rosenduftes, der es jederzeit mit Paul Smiths “Rose” aufnehmen kann, kosten um die 10 Euro. “Rosa Rosae” hält lange und hat sogar eine hübsche Verpackung.

pashminapatchouliy Ein ausgezeichnetes Eau de Parfum mit der beliebten Patchouli-Amber-Note ist “Pashmina Patchouly” von Dr. Taffy aus Italien. Dieser Duft kann locker mit den gängigen Nischen-Patchoulis mithalten. Circa 15 Euro.

MysticHalfmoon2MysticHalfMoon1 “Mystic Half Moon” ist der Knüller! Wer einen ausgefallenen Flakon mit einem feinen, nicht aufdringlichen Duft sucht, sollte hier zuschlagen. Anklänge an “Lolita Lempicka” sind sicher nicht zufällig. Circa 10 Euro.

Zum Beispiel: Zwei TOP – Supermarkt-Düfte aus Frankreich und Italien 

choc2 Ein Chypre-Duft, der mich begeistert und den ich in Frankreich bei “Auchan” für 13 Euro im Regal stehen sah: “Choc” de Cardin.

PinoSilvestre1 Ein klassischer Herrenduft, den man in Italien in jedem Supermarkt findet: “Pino Silvestre”. Fantastisches Preis-Leistungsverhältnis. Circa 12 Euro.

 

Zum Beispiel: Ein ausgefallener Fruity-Floral in einem künstlerisch gestalteten Flakon

Holly Sharpe1  Es muß nicht immer Harrods sein, Marks&Spencer tut’s auch. “Holly Sharpe” riecht auffallend anders als der Mainstream und erfreut mit einem künstlerischen Design. (Circa 12 engl. Pounds).

Übrigens: Die Duftinflation der letzten Jahre macht es immer schwieriger, sich einen Überblick über den Markt zu verschaffen. Im Jahr 1980 kamen 59 neue Parfums heraus. 1985 waren es 79, fünf Jahre später 105. In diesem Jahr kamen von Januar bis Oktober 2014 bereits 1650 (!!!!) neue Parfums auf den Markt. Und allein von 2010 bis heute insgesamt 8010 verschiedene Neuerscheinungen. Der Markt kennt seit Jahren nur noch gigantische Zuwachsraten. Doch die Qualität schwindet – und die Ideen auch. Es wird kopiert und wiederholt was das Zeug hält…- daher lohnen sich Vergleiche in allen Segmenten. Gerade die Megaseller werden schnell und gut von den “Niedrigpreisigen” nachgemacht und da die meisten Hersteller ohnehin nur noch synthetische Stoffe verwenden (sie werden ja von der EU dazu gezwungen, die wiederum die Interessen der chemischen Industrie vertritt), kann man zu vielen Mainstream-Düften oft günstigere Kopien in Drogeriemärkten etc. finden.  Also: Weg mit den Vorurteilen und Nase auf für alles, was irgendwie (sei es über den Flakon, den Preis oder die Verpackung) Interesse zu wecken vermag.


Ballett ohne Schweiß: “Iris Prima” von Penhaligon’s (2013)

 

IrisPrima1Iris prima3

 

 

“Iris Prima” wurde im Herbst 2013 lanciert, aber ich komme jetzt erst dazu, über diesen Duft zu schreiben. Mittlerweile gibt es von Penhaligon’s schon wieder “news”, der nächste Duft steht schon in den Startlöchern, heißt “Tralala” (alberner ging’s wohl nicht) und wird ab 5.5.14 online bei Penhaligon’s erhältlich sein (vorher exklusiv in einem Londoner Luxuskaufhaus).

Doch nun zurück zu “IRIS PRIMA”. Dieser Iris-Duft wurde zusammen mit dem English National Ballet entwickelt. Wie genau man sich die Kooperation zwischen Parfumeur Alberto Morillas und dem English National Ballet vorzustellen hat, vermag ich nicht zu sagen. War Morillas backstage und hat den Duft hinter der Bühne eingesogen? Oder den des Ballettsaals oder der Umkleide? Die Werbung sagt uns: “The spirit of the ballet. Bottled.” Der “Geist des Balletts in der Flasche” also. Ziemlich überflüssiger Werbeblödsinn, finde ich, denn dieses angenehme Parfum kommt eigentlich völlig ohne die Hilfe des Balletts aus. Aber schön isse schon, diese Assoziation… (siehe Bild weiter unten) – und sie hilft beim Verkaufen.

Der sanfte Auftakt mit der äußerst feinen Iris ist perfekt, grün und erstaunlich harmonisch. Bergamotte, Jasmin, Hedione und das von Morillas so sehr geschätze Paridisione ergeben mit einer Basis aus ganz zartem Leder, Sandelholz und Vetiver einen pudrigen, zurückhaltenden, leicht melancholischen Duft, den ich mir trotz des “Unisex-Labels” eher an Frauen als an Männern vorstellen kann. “Iris Prima” bleibt leicht, ist zurückhaltend, elegant und stilvoll. Wenn man sich denn auf die Ballett-Assoziation einlassen will, dann tanzt hier keine avantgardistische Wuppertaler Pina-Bausch-Truppe, aber auch kein Russisches Staatsballett, sondern eben eine English Company, die reduzierte, stilisierte Bewegungen vollführt, ohne dabei in Schweiß zu geraten.

 

“Iris Prima” ist gerade deswegen wundervoll, weil es so unkitschig daherkommt und eine feinere, kühlere Iris präsentiert als z.B. Prada mit “Infusion d’Iris”. Wer einen präsenteren, stärkeren Irisduft sucht, sollte jedoch eher “Iris Nazarena” versuchen.

Übrigens: “Iris Prima” gefällt mir sehr viel besser als “Vaara”, der Penhaligon’s-Duft für einen indischen Maharadjah (auch im letzten Herbst lanciert).  Während “Vaara” für mich nicht mehr als einen konventionellen Rosenduft mit Safran und weiteren fernöstlichen Gewürzen darstellt, gelingt es “Iris Prima” durchaus, meiner Nase zu imponieren.

Der Nachteil bei “Iris Prima”: Schlechte Haltbarkeit. Nach zwei Stunden ist der Zauber leider schon vorbei, bei einem Preis von 120 Euro für 50 ml EdP ein echter Kritikpunkt.

7364 - Katja im Ballettkleid


London inspiriert…

Tom Ford London (1 von 1)London ist offensichtlich auch für Tom Ford eine Inspirationsquelle und sein neuer, boutique-exclusiver Duft, der den Namen der Weltstadt trägt, riecht außergewöhnlich gut, vielschichtig, facettenreich, mehrdimensional und edel. Für mich bisher die beste olfaktorische Umsetzung bzw. Repräsentation meiner Lieblingsstadt.

Wer sich in London auf die Suche nach einem edlen Parfum begeben möchte, sollte unbedingt bei Harrods hineinschauen. Ich empfehle einen Besuch bei Roja Dove in dessen “Haute Parfumerie” im 5. Stockwerk (neben Urban Retreat). Bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen, von Roja dort selbst bedient zu werden, denn offensichtlich müßte frau/mann dafür ein “appointment” machen. Wer eine “fragrance consultation” beim Parfum-Meister selbst möchte, zahlt zudem eine nicht gerade unerhebliche Summe für die Beratung (250 Pfund für eine Stunde). Es gibt auch die Möglichkeit, sich ein eigenes Parfum von Roja Dove mixen zu lassen, wenn ich mich recht erinnere, würde dies den kleinen Unkostenbeitrag von 25.000 Pfund Sterling kosten. Lebenslängliche Nutzungsrechte an der Formel inklusive. Bevor sich so durchknalle und mein Geld verschwende, mache ich lieber selbst ein paar Experimente mit Chemikalien auf meiner Terasse in Oberhessen… aber ich wollte mal erwähnen, was “Bespoke Perfumery” so kostet…

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Doch es muß ja nicht gleich “Bespoke” sein, bei Roja gibt es einiges zu entdecken, was man in dieser Form sehr selten findet.

Reading (214 von 381)Hier betrachtet sich meine Tochter gerade einen “Schrein” mit Parfums von Clive Christian und hier nochmals ein Blick in die “Haute Parfumerie”:

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Auf diesem Photo (von meinem photographischen Begleiter “aus der Hüfte heraus” geschossen) sieht man Parfums von Caron, bei Roja Dove als “Fragrance Fountains” aufgebaut.  Unter anderem führt der Nobelladen folgende Marken: Amouage, Baccarat, Diptyque, Lubin, MDCI, PROFVMVM ROMA, Xerjoff, The Party, Stephen Burlingham, Grossmith und natürlich die eigene Linie von Roja Dove. Die Parfums heißen z.B. Scandal, Unspoken oder Enslaved (um nur die bekanntesten zu nennen) und sollen laut Roja aus den feinsten Essenzen komponiert sein, die die Welt zu bieten hat. Ich bin von Rojas eigenen Kreationen nur mäßig begeistert und halte sie für eine stilvolle Art, sein Geld aus dem Fenster zu werfen. Die Parfums orientieren sich an großen klassischen Vorbildern und weisen wenig Mut zur Innovation auf. Es sind hochwertige Düfte, die dennoch epigonenhaft wirken.

Nach einem Besuch im Reich des Teuren und Abstrus-Luxeriösem lohnt als Kontrastprogramm in London auf jeden Fall ein Spaziergang an der Themse. Kostet nichts und läßt einen wieder durchatmen.

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London is calling…

anglomania2 London ist für mich eine der schönsten und gleichzeitig spannendsten Metropolen der Welt. Ich halte mich oft und sehr gern in London auf.

Weltberühmte Kunstwerke gibt es dort kostenlos zu sehen, da viele der großen Museen keinen Eintritt nehmen (daran sollten wir uns in der Bundesrepublik ‘mal ein Beispiel nehmen), rote Doppeldeckerbusse fahren einen stundenlang für kleines Geld durch die Stadt, ohne daß man sich einer Touristengruppe aus Oberhessen anschließen müßte und Karten für die BBC-Proms gibt es im Sommer ab 12 Pfund. Ja, Ihr merkt worauf ich hinaus will – auf London  “the cheap way”. Allgemein gilt das Vereinigte Königreich ja als teuer, doch es kommt immer darauf an, wo und was man sucht und wie gut man sich auskennt. Doch sprechen wir jetzt nicht über Museen und Konzerttickets, sondern – wie sollte es anders sein – über Parfums.  Und hier heute zunächst über die Günstigen, die Schnäppchen, die Sonderangebote, die low-budget-“el cheapo”-Parfums, die billigen Mitbringsel und die extremen special offers.

In England wird radikal reduziert – auch auf dem Duftsektor. Das Warenkarussel dreht sich noch schneller als bei uns. Was nicht ankommt bei der Kundschaft, fliegt subito wieder raus aus dem Sortiment. Daher ist das UK ein Traum für Parfum-Schnäppchenjäger. Selbst ein Nobelschuppen wie Harrods veranstaltet einen Ausverkauf in der Parfümerie-Abteilung. Dieser beginnt bereits am Boxing Day, dem 2. Weihnachtsfeiertag, an dem wir hier noch faul auf der Couch lümmeln und die Reste der Weihnachtsgans zusammen mit Buttercremetorte und vertrockneten Lebkuchen in uns hineinstopfen. Die Engländer sind zu diesem Zeitpunkt schon wieder an der Shopping-Front unterwegs und prügeln sich in den Läden um die besten special offers, daher auch der Name “boxing day”. (Nee, stimmt nicht… falsche Ethymologie, aber es würde gut passen…  )

Meine Freundin Janet aus London kauft alle Geschenke nach Weihnachten bzw. am “boxing day”!  Sie macht sich im Vorweihnachtsgeschäft eine genaue Liste von den Items, die sie reduziert erwerben will, damit sie am 26.12. schneller mit der begehrten Ware an der Kasse steht. Ja, sie steht auch schon vor Öffnung der Läden um 10.00 morgens in der Schlange der Kaufverrückten, die ihr Weihnachtsgeld auf den Kopp hauen wollen. “Die meisten Klamotten, die ich will, werden reduziert”, meint sie. “Es lohnt sich nicht, sie vor dem 26.12. zu kaufen”. Und auch bei Parfums macht sie sich einen Einkaufszettel, denn viele Neuerscheinungen müssen Ende des Jahres schnell wieder abverkauft werden. Und die Geschenkpackungen sind grundsätzlich 50% reduziert, manchmal sogar mehr. Janet kauft oft fünf oder sechs Parfum-Geschenk-Sets, die sie (kluges Mädchen) über das Jahr verteilt an Geburtstagen etc. schnell wieder los wird. Man muß sagen, daß Janet eine sehr pragmatische Einstellung zu Weihnachten hat und romantische Anwandlungen sie nicht überkommen. Stets wartet sie auf den “boxing day”  und wurde bisher immer mit reicher und preislich reduzierter Beute für ihre Geduld belohnt.

Hier die Parfums, die Janet letztes Jahr im Ausverkauf erboxt hat:

Elation2 Einen Sommerduft von Monsoon, “Elation”, im Winter selbstreden auf 12 Pfund reduziert ….

 

JanePackerEine bei uns ziemlich unbekannte Firma: Jane Packer, Nischen-Stil für 10 Pfund ….

 

LondonM&SDen London-Duft vom Kaufhaus Marks&Spencer: Special offer für unter 10 Pfund, riecht wie ein teurer Nischenduft….

 

OptimisticPaulSmithEinen harmloser Fruity-Floral in einem hübschen Fläschchen für 9 Pfund: Optimistic von Paul Smith

 

SopaandGlory2Soap&Glory reduziert auf 10 Pfund, hier bei uns in Deutschland exklusiv bei Douglas zu haben und 50% teurer als in Großbritannien…

 

AShilpaSEinen Duft des Bollywood-Sternchens Shilpa Shetty für 5 Pfund… (gefunden bei Boots)

 

LondonWomanPoliceLondon von Police für 10 Pfund (riecht wie all’ diese durchschnittlichen blumig-fruchtigen Düfte, ist aber ein tolles Mitbringsel für London-Fans) …

 

GhostLuminous und last not least Ghost Luminous, reduziert auf 12 Pfund.

Und all das nenne ich persönlich “PERFUME BLISS”.

Parfums 02.12.2013 (18 von 12) Ebenfalls reduziert auf 10 Pfund…

Im nächsten Blogartikel werde ich von Parfums mit “England-Bezug” berichten, die weder Janet noch ich bisher reduziert gefunden haben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Der nächste “boxing day” ist nur noch 20 Tage entfernt…